Nach 5 Monaten sagen wir “Adios Südamerika!”

10-13/01/2019

Der Powder in den Rockies ruft ganz laut nach uns. Daher machen wir uns langsam mal auf dem Weg Richtung Kanada. Mit dem Bus geht es in die 150 km entfernte Hafenstadt Barranquilla, die viertgrößste Stadt Kolumbiens. Die Flüge von hier nach Bogotá waren sehr viel günstiger als von Cartagena aus. Auf dem Weg zum Busterminal, das am Rand von Cartagena liegt, kommen wir dann auch wieder durch „richtiges“ Kolumbien. Was für ein Kontrast zum schönen, Miami ähnlichen Teil am Meer mit Superyachten und Luxusrestaurants. Am gar nicht mal so schönen Busterminal wird uns dann erklärt, das es den gebuchten Bus um 12 Uhr, zwar online gibt, aber nicht in Realität. Gut, diese Variante hatten wir noch nicht. Daher müssen wir einen späteren Bus nehmen und erreichen Barranquilla erst am späten Nachmittag. Eigentlich wollten wir hier noch ein bisschen nach Spuren von Ralphs Verwandtschaft suchen. Der Bruder seines Urgroßvaters Stuart Hosie ist nach Kolumbien ausgewandert und hat dort die erste amerikanische Airline SCADTA (heute Avianca) mitgegründet. Es gibt einen Park, in dem ein Denkmal mit den Namen der Gründer steht. Leider schaffen wir es nicht mehr dorthin. Schade! Dafür gibt’s seit 3 Wochen endlich mal wieder eine heiße Dusche im Hotel. Was für ein Luxus!

Am Tag drauf fliegen wir weiter nach Bogotá. Unser Hotel ist im Zentrum zwischen Businessviertel und Downtown. Auf der einen Seite, ein total moderner Stadteil und 200 m weiter heruntergekommene Straßen mit dubiosen Läden. Die Gegensätze in diesem Land erschrecken uns doch immer wieder.

Im Candelaria Viertel in Bogotá

Da wir beide etwas angeschlagen sind, beschränken sich unsere Aktiväten auf Wäsche waschen und einem kleinen Rundgang durchs koloniale Candelariaviertel.Nach dem schönen Cartagena ist das allerdings nicht mehr ganz so beeindruckend. Hier ist auch wieder sehr viel Polizei präsent. Wie schon beim ersten Besuch in Bogotá fühlen wir uns hier nicht ganz so wohl. Mit einem leckeren Glas chilenischen Rotwein beschließen wir unseren Aufenthalt in Südamerika. Wir hatten eine mega coole Zeit hier und nehmen viele großartige Momente mit. Wir kommen bestimmt wieder, es gibt noch so viel zu entdecken auf diesem spannenden und abwechslungsreichen Kontinent.

Mittlerweile können wir überall schlafen

Mitten in der Nacht fliegen wir nach Mexiko City. Dort haben wir 19 Stunden Aufenthalt, die wir für einen Besuch der Teotihuacán Pyramiden nutzen. Als wir vor 18 Jahren das erste Mal in Mexiko waren, hatten wir das zeitlich nicht geschafft. Seit damals stand der Besuch der Pyramiden auf unserer Bucketlist. Teotihuacán ist die größte präkolumbianische Stätte Lateinamerikas und war zwischen 100- 650 n.C. ein kulturelles und wirtschaftliches Zentrum. Wer genau hier gelebt hat, ob Vorfahren der Inka, Azteken oder Maya ist nicht vollständig geklärt. Wir finden ja die Anlage ähnelt sehr der Moche Stätte, die wir in der Nähe von Trujillo in Peru besucht haben.

Das Wahrzeichen Teotihuacáns ist die riesige stufige Sonnenpyramide, auf die man auch hochklettern kann, da sie massiv gebaut ist. Die schönerer Aussicht hat man von der kleineren Mondpyramide. Da diese aus mehreren Pyramiden besteht, die übereinander gebaut wurden, ist sie nicht so stabil und man darf nur bis zur Mitte steigen. Von hier oben sieht man direkt auf die „Avendia de los muertos“ (Todesallee). Dort wurden tausende Skelette gefunden, die vermutlich von Menschenopfern stammen.

Heute wimmelt die Straße allerdings nur so vor Souvenirverkäufern, die mal wieder alle denselben Kram verkaufen. Darunter eine nervtötende Tonpfeife, die Jaguargebrüll imitiert. Großartiges Geschenk für Kinder von Leuten, die man nicht mag….

Abends beim Checkin für den Weiterflug nach Vancouver, bekommen wir einen kleinen Adrenalinschub. Ohne Email mit der ETA Bestätigung für Kanada (elektronische Einreisegenehmigung) können wir nicht einchecken. Ralph hat seine Email noch, ich leider nicht. Da ich das schon im Mai beantragt hatte, ist die Mail nicht mehr auf meinem Handy. Es stand auch drin, das man die nicht braucht…. ist ja elektronisch. Vor dem Café mit WiFi beantragen wir noch schnell eine neue Genehmigung für mich und dürfen doch beide fliegen. Was für eine unnötige Aufregung. Im Flugzeug haben wir eine Sitzreihe für uns und können relativ gut schlafen. Früh morgens landen wir in Vancouver. Nach einem Aufwachtee geht’s mit Skytrain und Bus direkt bis vor unser Hotel im WestEnd. Eigentlich wollen wir nur die großen Rucksäcke unterstellen, aber wir haben Glück, und können direkt unser Zimmer beziehen. Perfekt nach der langen Reise!

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