Cartagena – viele Überraschungen und ein Tag in der Karibik

06-09/01/2019

Unser Reisetag nach Cartagena beginnt mit der Herausforderung unfallfrei die steile Rampe von der Unterkunft zur Strasse zu meistern. Das Shuttle von Taganga nach Cartagena startet pünktlich. Wir treffen Sabrina aus Zürich wieder. Was für ein lustiger Zufall! Wir berichten uns gegenseitig von unseren Abenteuern seit Weihnachten, ganz schön viel passiert zwischendurch.

Das Shuttle sollte uns eigentlich direkt bis zum Hostel bringen, aber aus irgendeinem Grund, ist das heute nicht der Fall, so dass wir zusätzlich ein teures Taxi nehmen müssen. Die Transporte in Kolumbien gehen uns langsam aber sicher echt auf die Nerven. Im Hostel dann die nächste Überraschung, sie haben kein Zimmer für uns, sondern uns fälschlicherweise in ein Dorm gebucht. Wir werden vertröstet und machen uns erst einmal, ungeduscht und in den ollen Busklamotten, auf den Weg in die Altstadt.

Cartagena liegt an der Karibikküste und ist eine der schönsten Kolonialstädte Südamerikas. Die historische Altstadt mit der Kathedrale und zahllosen Palästen ist komplett von einer Stadtmauer umgeben.

Wunderschöne, restaurierte Kolonialgebäude mit Balkonen und vielen Blumen säumen die schmalen Straßen, durch die sich leider auch sehr viele Touristen schieben. Hier legen auch große Kreuzfahrtschiffe an und die Altstadt ist voller Deutscher vom „Mein Schiff“. Vom Trubel, den vielen Souvenirläden und der Kulisse her erinnert es uns etwas an Venedig, nur dass man sich hier nicht mit Gondeln sondern Pferdekutschen durch die Altstadtgassen fahren lassen kann. Uns ist das ein bisschen zu viel des Guten und wir machen uns auf den Rückweg zum Hotel. An der Uferpromenade ist ein kleines Streetfood Festival. Wir schauen uns dort um und treffen Robert und Johanna wieder, die hier gerade den Sunset genießen. Was für eine tolle Überraschung!

Zurück im Hostel wir uns mitgeteilt, dass wir die Nacht bei einer Tante übernachten können. Wir werden in ein Auto verfrachtet und ins hippe Stadtviertel Getsemani gebracht, dem Party- und Hostelviertel Cartagenas. Hier wollten wir ja eigentlich nicht übernachten, aber gut. Die Tante ist  sehr nett und bemüht und das Zimmer ist ok. Als wir abends nochmal zum Supermarkt laufen, fallen uns die vielen bunten und sehr lauten Partybusse auch, die durch die Stadt fahren. Diese rumba en chiva Party ist eine touristische Spezialität Cartagenas.

Am nächsten Tag geht’s zur Muelle de Bodeguita, dem Touristenhafen. Zum Abschluss unserer Südamerika Tour haben wir uns eine Nacht auf einer kleinen Karibikinsel gegönnt. Nach einer Stunde im vollgestopften Boot erreichen wir das Ecohotel Islabela auf der Isla Marina. Hier haben wir einen der vier hübschen Bungalows mit Blick aufs Meer gebucht. Der kleine, saubere Strand wird tagsüber auch von Tagesausflüglern genutzt, aber ab 15 Uhr sind wir quasi alleine.

Wir genießen einen entspannten Tag mit Plantschen im karibisch warmen und klaren Wasser. Am nächsten Morgen können wir vom Bett aus den Sonnenaufgang sehen. Den Kaffee bekommen wir direkt an den Bungalow gebracht, was für ein Luxus 🙂 , und trinken ihn in der Morgensonne mit Blick aufs Meer. Nach dem Frühstück gehen wir eine Runde Standup paddeln und genießen nochmal die Karibik. Was für ein wunderschöner Abschluss unserer aufregenden und erlebnisreichen Zeit in Südamerika.

Die Bootsfahrt zurück ist dann mal wieder eine sehr nasse und ruppige Angelegenheit. Wir ziehen in ein anderes Hostel in Getsemani. Als Ralph nochmal kurz auf die Straße schaut, entdeckt er zufällig Javier und Tomas :-D, die nächste schöne Überraschung. Da wir auf die volle Altstadt keine Lust haben, erkunden wir abends nur unsere Viertel Getsemani. Wir streifen durch die bunten Gassen und entdecken viele hübsche Häuser. Im Zentrum des Viertels liegt der lebhafte Plaza de la Trinidad, der noch weihnachtlich dekoriert ist.

Zum Essen landen wir zufällig im einzigen indonesischen Restaurant Kolumbiens, das von einem Niederländer geführt wird. Er hat ein Schulprojekt in Kolumbien gegründet, in dem mittlerweile über 200 Kinder unterrichtet werden. Das Trinkgeld des Restaurants fließt direkt in das Projekt. Gegenüber spielen Straßenmusiker und wir verbringen einen tollen karibischen Abend mit authentischem indonesischem Essen 😀 .

Am nächsten Morgen machen wir nochmal bei Tageslicht eine kleine Tour durchs Viertel und müssen uns dann schon wieder von Cartagena verabschieden.

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