Action & Kultur auf Rarotonga

07 -16/08/2019

Nachdem wir die ersten Tage hier vor allem zum Erkunden und Entspannen genutzt haben, steht uns der Sinn mal wieder nach ein bisschen mehr Action und Bewegung.

Cross Island Trek

Am Tag nach dem großen Regen fahren wir also mit dem Bus nach Avarua und starten von dort auf den Cross-Island-Trek. Diese 10 km lange Wanderung führt von der Nordseite der Insel über die steilen, mit Regenwald überwachsenen Berge auf die Südseite und hat es ordentlich in sich. Vorbei an Schweinen und Kühen geht’s erst mal ins Inselinnere. Am Ende der Straße beginnt der eigentliche Trail und ab hier wird es richtig lustig. Ein steiler, sehr schmaler Trampelpfad oder eher eine Wurzeltreppe führt durch den Dschungel nach oben.

Da es die letzte Nacht praktisch durchgeschüttet hat, ist es zudem recht rutschig. Wir kommen uns ein wenig vor wie India Jones. Außer uns (und ein paar Hähnen) haben sich heute nicht viele auf die anstrengende Wanderung gewagt und so sind wir fast die ganze Zeit alleine. Wir machen noch den kurzen Abstecher zum Fuß der „Needle“, dem höchsten Berg Rarotongas. Hier hat man einen grandiosen Blick auf beide Seiten der Insel.

Der Weg nach unten ist dann zwar nicht mehr ganz so steil, dafür sehr lehmig. Ralph rutscht einmal aus und 2 m den Weg runter, aber zum Glück gibt’s nur ein paar Schrammen und keinen Absturz vom Grat. Die Südseite ist deutlich kühler und feuchter und es gibt jede Menge Bäche. Die Überquerungen sind eine echte Herausforderung. Teilweise muss man an rutschigen, moosigen Felsen entlang klettern und über Stämme und Steine balancieren. Was für ein Abenteuer!

Mit dem Bike um die Insel

Da die beiden Busse auf Rarotonga nur 1x pro Stunde fahren, und wir uns auch gerne wieder ein bisschen bewegen wollen, mieten wir uns für die nächsten Tage Räder. Als wir die am Bikeshop abholen, ist es sehr heiß und schwül. Kaum sind wir losgeradelt, folgt der erwartete tropische Wolkenbruch. Nass bis auf die Unterhose kommen wir Zuhause an. Zum Glück bleibt das die einzige unfreiwillige Dusche. Mit den Rädern sind wir viel flexibler als mit dem Bus und können so ausgiebig die Insel erkunden. Wir radeln zu unserem Lieblingsstrand zum Schnorcheln und Chillen und ein paar Mal nach Muri.

Dort finden wir beim Burgeressen schnell einheimische Freunde, denen wir mit viel Lachen ein paar Worte Deutsch beibringen. Abends telefoniert Ralph mit seinem Manager bei Ford, da schon einige Dinge für die Rückkehr in seinen Job geklärt werden müssen. Mit unseren deutschen Handys haben wir hier allerdings kein Netz. Daher hat Ralph am Telefon, das außerhalb unseres Häuschens in einem Holzschrank steht, einen Telefontermin mit seinem Manager ausgemacht. Da stellt sich wirklich ein “wir sind am Ende der Welt” Gefühl ein.

Kultur & Tanz

Um die spannende Kultur noch ein bisschen besser kennenzulernen, besuchen wir eine Veranstaltung im Highland Paradise, einem ehemaligen Ureinwohner Dorf in den Bergen. Bei einer unterhaltsamen Show erfahren wir viel über die Geschichte der Cook Islands, das Leben der Ureinwohner, über die Traditionen, die Tänzen, die typische Trommelmusik und können inseltypisches Essen probieren. Der Abend ist zwar schon touristisch, aber auch sehr interessant und wir haben viel Spaß. Ralph ist mehr oder wenig freiwillig der Chef unserer Gruppe geworden und „darf“ am Schluss sogar auf der Bühne mit einer Inselschönheit im Kokosnuss-BH tanzen. Sehr witzig!

Die letzten Tage

Am Tag drauf tauscht Ralph das Tourenrad gegen ein Rennrad und fährt nochmal um die Insel. Ich radel nach Avarua und entdecke einen Laden mit einen Raum voller bunter Stoffrollen. Wow, ich bin im Stoffparadies gelandet. Allerdings kann ich mich nicht entscheiden und da unsere Taschen schon recht voll sind, muss ich mich auf einen beschränken. Ich verschiebe die Entscheidung und verbringe mit Ralph noch einen schönen Nachmittag am Black Rock Beach. Der schwarze Monolith am Strand ist geschichtliche und kulturell von großer Bedeutung.

Am bunten Slipway Imbiss am Hafen wird frischer Fisch und die berühmte, traditionelle Spezialität “Ika Mata”angeboten,  in Limettensaft und Kokosmilch marinierter Thunfisch, mit Gurken, Tomaten, Zwiebeln und frischem Koriander.  So gestärkt und zusammen mit Ralph klappt dann auch die Stoffauswahl und wir finden einen tollen Gardinenstoff für unseren Bulli.

Dann tauschen wir die Räder gegen ein ziemlich schrottiges Auto, um nochmal die ganzen schönen Plätze rund um die Insel besuchen zu können. Über die “Backroad”, einer zweiten Straße, die weiter innen um die Insel führt, erkunden wir auch noch ein bisschen das grüne Inselinnere.

Zum Abschluss gönnen wir uns ein Dinner auf der schönen Terasse des berühmten Trader Jacks Restaurants. Mit Blick aufs Meer verbringen wir einen wundervollen Abend. Am letzten Tag frühstücken wir am schönen Love Café bei uns um die Ecke, genießen nochmal unserem Privatstrand und besuchen dann die Quelle des sehr leckeren Biers auf Rarotonga, die Rarotonga Brewery. Hier wird nach deutschem Reinheitsgebot gebraut, wahrscheinlich schmeckt uns das Bier deswegen so gut. Dann müssen wir uns leider von diesem wunderschönen Fleckchen Erde verabschieden.

 

Die zwei Wochen auf den Cook Islands waren einfach ein Traum! Wir lieben Polynesien, die fröhlichen, entspannten Menschen dort, die Musik und das Essen und kommen auf jeden Fall mal wieder!

 

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