Bariloche – langsam wird es windig

Bariloche – langsam wird es windig

12-14/11/2018

Bariloche ist ein beliebter Urlaubsort im argentinischen Teil Patagoniens. Im Winter bekannt für das Skigebiet Cerro Catedral und im Sommer für Rafting, Wandern, Biken oder Klettern. Der Ort liegt direkt am Lago Nahuel Huapi und im gleichnamigen Nationalpark. Er ist um einiges größer, touristischer und mondäner als San Martin de los Andes. Im Ortzentrum ist ein Platz mit tollen alten Gebäuden aus Stein und Holz, ansonsten gibt’s hier leider jede Menge Bausünden aus Beton, aber auch ein paar hübsche Häuser und große Hotels, die aussehen wie aus den Alpen importiert.

Nach dem Checkin im Hostel machen wir uns auf die Suche nach einer netten Bar. Das gestaltet sich schwieriger als gedacht. Finden nur eine recht schicke (und teure) Bar in der Innenstadt. Wir trinken ein Patagonia Bier und essen eine Kleinigkeit. Auf dem Heimweg finden wir dann weiter oben am Berg die Straße mit den coolen Kneipen. Na toll!

Im Hostel haben wir ein nettes Zimmer mit toller Aussicht auf den See und einem Bad ohne Lüftung. Das riecht etwas muffig und zeigt schon einen leichten Ansatz von Schimmel. Wir machen lieber mal die Tür zu.

Schon vor Wochen hatte ich im Reiseführer die Fahrt mit der Gondel auf den Cerro Otto mit “will ich machen” markiert. Der Cerro Otto ist ein Berg direkt hinter Bariloche. Leider werden an der Gondel im Frühling Wartungsarbeiten durchgeführt und sie fährt gerade nicht. Also ändern wir zwangsläufig den Plan und fahren mit dem Bus zum Cerro Campanario, einem anderen etwas kleineren Berg mit Sessellift. Laut Webseite ein moderner Doppelmayr Lift. Naja…. Aber immerhin gibt’s einen Sicherheitsbügel. Oben angekommen erwartet uns ein unglaublich schöner Blick. Wie gemalt liegen die blauen Seen zwischen den schneebedeckten Bergen, dazwischen knallgrüne Wiesen. Wir gönnen uns einen Kaffee mit Aussicht zum Aufwärmen, der Wind hier ist doch recht schneidend.

Wieder unten angekommen, holen wir die reservierten Räder ab und starten den Circuito Chico. Hier fährt man auf einer 27 km Rundtour über hügelige Straßen durch Wälder und an türkisblauen Seen entlang. Bis auf den eisigen, manchmal recht böigen Wind, eine wirklich schöne Tour! Stärken uns danach in einem sehr hübschen Cafe in der Nähe der Bushaltestelle und oberhalb des Sees mit gemütlicher Kaminecke.

Die Rückfahrt gestaltet sich komplizierter als gedacht. Wir warten ein halbe Stunde, dann kommt der Bus und fährt vorbei. Er ist voll. Weitere 15 min später kommt der nächste. Mit Hilfe eines Argentiniers, der darauf besteht, dass wir zurerst einsteigen und den Bus so heran winkt, dass wir ganz vorne stehen, ergattern wir einen Stehplatz. Sehr nett! Uns ist schon die letzten Tage aufgefallen, dass die Argentinier insgesamt sind sehr freundlich und höflich sind und sehr respektvoll miteinander umgehen. Es wirkt ein bisschen, als würden sie viel Wert auf ein nettes Miteinander legen. Daumen hoch! Nur die Sprache stellt uns mal wieder vor eine Herausforderung. “Chave”, “desachuno”, “acha” die Aussprache von “ll” und “y” unterscheidet sich doch sehr von Castellano. Es gibt auch andere Wörter, die uns bisher noch nicht begegnet sind. Gemüse und Obst haben teilweise andere Namen und “Du bist” heißt  “vos sos ” statt “tu eres”.  Die Verständigung klappt trotzdem erstaunlich gut 😉 .

Abends gönnen wir uns in der Cervezeria Bachmann ein Kölsch. Das wird in Pints serviert, aber immerhin schmeckt es leicht nach Kölsch 🙂 .

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