San Pedro de Atacama – der trockenste Ort der Welt

29-31/10/2018

Nach dem 1.5 h dauernden Grenzübertritt nach Chile, rauschen wir mit dem Kleinbus von über 4000 m ziemlich gerade aus runter nach San Pedro de Atacama auf 2400 m. Nach einer Stärkung in einem netten Cafe am sehr schönen Zentralplatz stiefeln wir dann zu unserer Unterkunft „Lodge Altitud“. Die ist etwas außerhalb und der Weg mit vollem Gepäck und in der prallen Sonne doch recht anstrengend – aber Taxis scheint es hier nicht zu geben, alle Welt fährt Rad. Am Hostel ist erstmal Chillen angesagt. Leider ist der Pool trotz Solarpanels nicht so richtig warm. Die Anlage ist für den kleinen “Hot Tub” auch eher südamerikanisch ausgelegt. Ralph fängt erstmal an die Panels so auszurichten, dass die Verbindungsschläuche nicht abgeknickt sind – das kann der Ingenieur nicht aus seiner Haut! Mal schauen, ob was bringt 😉 .

Abends erkunden wir die kleine Stadt. Echt hübsch hier in den Gassen mit vielen kleinen Restaurants und Bars. Wir finden, der Musik folgend, gleich unsere “Stammkneipe”. Hier gibt es konsequent nur Bier und Rockmusik, läuft. Unter einem sehr schönem Sternenhimmel, dafür schon empfindlich frisch, geht es dann zurück zur Unterkunft – gut dass wir die Stirnlampe mitgenommen haben.

Am nächsten Tag leihen wir uns Mountainbikes und machen eine Tour ins Valle de Catarpe. Natürlich, wie immer, pünktlich um 12 Uhr mittags …

Am Eingang zum Tal ist eine Ranger Station, in der man einen Karte und Erklärungen bekommt und 3000 CLP Eintritt bezahlen muss. Durch das Valle Cartape fließt der Rio San Pedro. Daher wachsen hier Bäume und Sträucher, die grün in der sonst rotbraunen Felslandschaften leuchten. Nach einigen Kilometern kann man  in die Quebrada de Chulacao oder Teufelsschlucht abbiegen. Der Weg in der Schlucht schlängelt sich zwischen Felsen durch leicht bergauf. An zwei Stellen muss man das Rad über Felsstufen nach oben hiefen. Am Ende der Schlucht darf man leider nicht weiter, weil es dort keinen Handyempfang zwecks Notruf gibt. Man kann jedoch noch zu einem Aussichtspunkt hochsteigen, der Weg ist allerdings länger als gedacht. Die Aussicht auf die Atacama Wüste ist spektakulär.

Danach rollen wir zurück durch die Schlucht. Bergab machts richtig viel Spaß! Kurz vor San Pedro machen wir an einem alten Bulli halt. Hier gibt’s erfrischende selbstgemachte Ingwerlimonade, das tut gut bei der Hitze.

Der Pool am Hostel ist immer noch nicht wärmer, aber Ralph (!) geht sich trotzdem kurz abkühlen. Da heute Halloween ist, laufen wir abends dann nochmal in den Ort. Hier ist richtig viel los. Die Straßen sind voll mit verkleideten Kindern, die in den Bars und Restaurants nach Süßem fragen. In „unsere“ Rockkneipe trauen sie sich aber fast nicht rein. Als wir gerade gehen wollen, setzt sich ein deutsches Pärchen aus Hamburg zu uns. Wir kommen ins Quatschen und der Abend wird so länger als geplant und wir habe keine Pullis und keine Stirnlampe dabei. Anfängerfehler! Der Rückweg ist daher recht finster und frostig.

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