Coroico – Zwei Tage im Paradies

17-19/10/2018

Der regionale Busbahnhof in La Paz

Unser Ausflug nach Coroico beginnt mit einer Taxifahrt zum regionalen Busbahnhof, der im Viertel Villa Fatima liegt. Dort steigt man in einen der Minivans oder Minibusse, die losfahren, wenn sie voll sind. Unserer Rucksäcke werden aufs Dach verfrachtet und nach einer halben Stunde ist der Van endlich voll und es geht los. Die Fahrt kostet 30 Bolivianos und soll ca. 2 Stunden dauern. Coroico ist eine kleine Stadt in den Yungas, einer schönen Bergregion mit subtropischem Klima am Ostrand der Anden. Früher musste man über die berüchtigte “Death Road” dorthin fahren, die heute für die beliebte MTB Tour genutzt wird. Seit 2008 gibt es eine “neue” breite Straße durchs Gebirge, die die gefährliche alte, nur gut 3m breite, Route ersetzt. Sie führt, ebenfalls spektakulär, vom Altiplano über viele Serpentinen, teilweise auf Bergrücken entlang runter in die Yungas. Leider ist es sehr nebelig und es regnet, sodass wir nur wenig sehen können. Die Fahrt ist auch recht unbequem, besonders wenn der Fahrer über die vielen Bodenwellen rumpelt, und wir sind froh als wir nach zwei Stunden Coroico erreichen.

Vamos!

Unserer Unterkunft, das Mariposa Azul liegt etwas außerhalb des Ortes. Wir werden von einem bolivianischen Paar und ihrer süßen kleinen Tochter empfangen, die uns gleich mal ein bisschen rumführt, mit einem energischen “vamos!” :-D. Wir bekommen frisch gerösteten Biokaffee aus dem eigenen Anbau, der sehr lecker schmeckt. Danach taucht auch der Besitzer Alfonso auf. Er ist supernett und macht eine kleine Führung durch den Garten mit Kaffeepflanzen, Bananen, Mandarinen und vielen Bougainvillean und erklärt uns einiges über den Kaffeeanbau und seine Pläne hier.

Entspannen in der Hängematte

Alfonso kommt eigentlich aus Chile und hat vor 5  Jahren angefangen, das kleine Paradies hier aufzubauen. Da mein Husten sich noch schlimm anhört, kocht er Ingwertee mit Honig für uns und wir nutzen den Rest des Tages, um ein bisschen in der friedlichen und ruhigen Umgebung zu entspannen.

Sehr leckere Bananen-Apfel Crepes mit Papaya

Nach einem leckeren Frühstück mit Bananen(!) Crepes machen wir eine kleine Wanderung zum Rio Negro. Alfonso zeigt uns den Weg und bestellt ein Taxi, dass uns unten wieder abholt. Wir laufen 1,5 Stunden immer weiter runter ins Tal. Es ist ziemlich heiß, aber man hat eine tolle Aussicht auf die Yungas und wir sind hier ganz alleine unterwegs. Am Fluss angekommen, zahlt man nach der Brücke 5 Bolivianos Eintritt für den Park. Hier kann man Baden und Grillen. Bis auf zwei französische Mädels sind hier nur Einheimische, sehr cool! Der Wasserfall ist superschön, umgeben von Dschungel, das Wasser ist allerdings recht erfrischend. Egal, wir schwimmen trotzdem nach hinten, um näher zum Wasserfall klettern zu können.

Um 15 Uhr holt uns ein netter Taxifahrer ab und bringt uns zurück. Abends bestellt Alfonso Pizza für uns, die allerdings mit anderthalb Stunden Verspätung ankommt. Wir sind im Entspannungsmodus, uns stört das nicht. Alfonso bringt das allerdings ziemlich auf die Palme. In Coroico ist ab morgen ein großes Fest und es herrscht schon totales Chaos.

Nachts zieht ein krasses Gewitter auf und es schüttet stundenlang. Dafür ist am nächsten Morgen die Sicht ganz klar und wir genießen nochmal die Aussicht und Ruhe, bevor es zurück nach La Paz geht.

Klarer Himmel nach der Gewitternacht
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